Ablauf der Reise
Bitte beachten Sie: Grönland ist bekannt für unbeständiges und Wetter und schnell ändernde Verhältnisse. Die Natur bestimmt das Leben in Grönland! Diese Zusammenfassung soll Ihnen einen möglichen Ablauf Ihrer Reise aufzeigen. Das Programm wird von der Infrastruktur, der Fähigkeit des Teams und den herrschenden Bedingungen abhängig sein.
Tag 1
Flug von Kopenhagen, Dänemark nach Rejkjavik Keflavik, Island. Übernachtung im einfachen Guesthouse.
Tag 2
Flug von Reykjavik Domestic Airport nach Kulusuk, Ostgrönland. Weiterflug per Helikopter nach Tasiilaq. Sie treffen den Expeditionsguide. Übernachtung in einer einfachen und gemütlichen Unterkunft.
Tag 3
Ein ganzer Tag um das Expeditionsmaterial zu packen und ein Sicherheitsbriefing mit dem Guide abzuhalten.
Tag 4
Ein früher Start. Alles Material wird in den Helikopter verladen, danach folgt ein kurzer aber spektakulärer Flug Richtung Südwesten. Der Helikopter setzt uns am Rand des ewigen Eises ab. Hier trifft das Inlandeis auf den Ozean. Eine eigentliche "Rampe" führt Richtung Eiskappe. Sie beginnen noch am gleichen Tag mit dem Anstieg...
Tag 5
Die ersten 20km sind hart. Die Pulks sind am schwersten, die Schneeoberfläche ist rauh und die Eiskappe ist am Beginn am steilsten. Die ersten Tage werden etwas langsamer aber kontinuierlich in angriff genommen. Sie gewöhnen sich eine Tagesroutine an und machen sich bekannt mit den Systemen die Sie während der ganzen Expedition brauchen werden. Am Ende jedes Tages werden Sie ein Camp errichten. Sie geniessen die verdiente Ruhe nach einem anstrengenden Tag. Aber es gibt auch einiges zu tun; Schneeschmelzen um die verlorene Flüssigkeit zu ersetzten und viel zu essen. Der Blick zurück ist fantastisch. Ein 220 Grad Panorama von Bergen, dem Meer und wunderschönen Gletschern.
Tag 6
Bei Polaren Expeditionen gilt es die unglaublichen Distanzen in Einzelstücke aufzuteilen und sich auf das jeweilige Tagesziel zu konzentrieren und seinen Systeme und Routinen immer mehr zu optimieren. Jeder Tag wird in kürzere Einzelstücke aufgeteilt mit jeweiligen Pausen von 10 Minuten. In dieser frühen Phase des Trips müssen Sie vorallem der Spaltensturzgefahr ausweichen. Am Ende des Tages wird wiederum ein Camp erstellt. Es schlafen 2-3 Personen in einem Zelt, jedes Team bereitet ihre eigenen Mahlzeiten und Getränke.
Tag 7
Während wir die Küste hinter uns lassen, wird die Spaltensturzgefahr kleiner und das Gelände wird flacher. Die Position am Abend wird täglich überprüft und die zurückgelegten Distanzen steigen mit dem Verlauf der Expedition stetig.
Tag 8-20
Während das Team sich in den Expeditionsrythmus einlebt, wird die Zeit in der Sie täglich unterwegs sind, langsam gesteigert. Obwohl Sie sich auf einer Eiskappe befinden die sich über hunderte von Kilometern erstreckt, sorgen das sich verändernde Licht, verschiedenste Wolkenformationen und Schneeoberfächen für ein unvergleichliches Erlebnis.
Tag 21
Nach einem weiteren Tag erreichen Sie auf etwa 2500m den "Gipfel" des Inlandeises. Auf dieser Höhe sinken die Temperaturen normalerweise auf die tieftsten Werte während der ganzen Expedition.
Tag 22-29
Nach dem Gipfel beginnt sich das Terrain langsam Richtung Westküste zu senken. Mit immer leichteren Pulkas und einfachem Gelände legen Sie immer grössere Distanzen zurück.
Tag 30-31
Sie sichten die ersten Hügel der Westküste. Schon bald erreichen Sie das rauhe, hügelige und oft blanke Eis auf dem letzten Stück Ihrer Traversierung. Sie arbeiten sich methodisch über die Hügel und Schmelzwasserkanäle und nähern sich dem "festen Boden" stetig.
Tag 32
Festland! Steine, Erde, Moos und Planzen nach Wochen von Schnee und Eis... Sie lassen das Inlandeis hinter sich und packen das Material für das letzte Stück. Schlitten und Skis werden von einem 4x4 Fahrzeug abgeholt und nach Kangerlussuaq gebracht. Ihr Marsch führt vorbei an schmalen Flüssen und kleinen Seen. Es ist unvergleichlich sich wieder in einer "lebendigen" Umgebung zu befinden. Als Nansen und sein Team die Westküste nach seiner epischen ersten Expedition über das Inlandeis erreichten, verbrachten Sie Stunden damit auf der Erde zu liegen und die Beeren der Region zu essen. Auf Ihrem Weg Richtung Kangerlussuaq ist es möglich das Sie die Herden von Moschusochsen sehen, Die das ganze Jahr über in dieser Region leben.
Tag 33
Nach einem weiteren Trekkingtag durch die Tundra und die Hügel rund um Kangerlussuaq, beenden Sie ihre Traversierung von Grönland mit dem erreichen des Fjords. Als nächstes können Sie wieder einmal Duschen, eine warme Mahlzeit geniessen und in einem weichen Bett schlafen. Ein denkwürdiger Abend am Ende einer grossen Expedition!
Tag 34
Kangerlussuaq - Extratag für unvorhergesehene Umstände
Tag 35
In weniger als 2 Stunden überqueren Sie die ganze Strecke per Flugzeug die Sie während der letzten Wochen hinter sich gelassen haben. Das Flugzeug bringt Sie zurück nach Eurpa und in die Zivilisation. Ein rechter Kulturschock nach einer so langen Zeit in der freien Natur. Das Ende der Expedition...